Rezept: Aachener Poschweck

Wer sie an Ostern nicht selber backt, reicht bereitwillig mehrere Euro über die Theke, um zur Osterzeit nicht auf den geliebten Poschweck, dem Aachener Osterbrot, zu verzichten. Dies war aber nicht immer so. Schon im 16. Jhd. fanden die Poschwecken in der Aachener Bäckerordnung Erwähnung. Damals schenkten die Bäcker ihren Stammkunden zu Ostern bis zu 1 Meter lange Poschweck. Da das aber zunehmend teurer wurde, weigerten sich die Bäcker diese auszuliefern, sodass sie 1760 sogar vom Magistrat dazu gezwungen wurden. Im 19. Jahrhundert kam es sogar zu einer Poschweck-Revulotion, in der über 100 Bäcker erklärten, dass sie keine Poschwecken mehr backen, stattdessen aber 800 Brote für die Armen spenden würden. Darüber erbost, gab es Ausschreitungen der Bevölkerung, bei denen sogar Geschäfte beschädigt wurden und Revolutionäre verhaftet. Und wieder wurden die Bäcker gezwungen. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts schafften es die Bäcker sich durchzusetzen.

Wer Poschweck einmal probiert hat, wird verstehen, warum die Bevölkerung sich nicht einfach so ihr gratis Osterbrot nehmen lassen wollte. So lecker!

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Rezept zum Bolludagur – Vatnsdeigsbollur

Während wir hier im Rheinland zur Karnevalszeit einen Puffel (Berliner) nach dem nächsten verdrücken, gibt es in Island am Rosenmontag, dem Bolludagur, traditionell Vatnsdeigsbollur (Wasserteig-Bollen) – und das en masse. Die bollur sind aus einem Brandteig und erinnern an deutsche Windbeutel with a twist. Die klassische Variante, die ich euch heute vorstellen möchte, wird mit Marmelade, sowie ganz viel Schlagsahne gefüllt und mit Schokoglasur bestrichen. Letzteres habe ich aber weggelassen. Nichts desto trotz seht ihr, vor der Fastenzeit wird nochmal kräftig zugeschlagen.

Die Tradition kam wahrscheinlich Ende des 19. Jahrhunderts aus Dänemark nach Island.

Für etwa 24 Stück:
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Rezept: Isländische Kjötsúpa

Eines meiner liebsten isländischen Gerichte ist die Kjötsúpa (dt. Fleischsuppe). Hier handelt es sich um eine klassische Lammsuppe, die man so oder so ähnlich in vielen Ländern findet. Nichts desto trotz zählen viele Isländer sie als die isländische Suppe schlecht hin. Früher war sie ein traditionelles Weihnachtsgericht, die mittlerweile aber das ganze Jahr über gerne gegessen wird und in deren Genuss ich während meines Work & Travels fast wöchentlich gekommen bin.

Rezept für 4 Personen:

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