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Rezept: Isländisches Plokkfiskur

Es ist, wie es ist: Das Thema Reisen ist 2020 sehr schwierig. Da es für mich dieses Jahr das erste Mal seit Jahren nicht in den Norden gehen wird, habe ich beschlossen, mir den Norden nach Hause zu holen. Und wie geht das besser, als mit nordischer Küche?

Plokkfiskur ist eines meiner isländischen Lieblingsgerichte. Ein richtiges Soul Food – perfekt für die kalten Monate. Eigentlich handelt es sich hierbei um ein Gericht zur Resteverwertung, welches ich auf meinem Hof  in Island häufiger gegessen habe. Es macht optisch vielleicht nicht viel her, geschmacklich allerdings, liegt es ganz weit vorne.

Die Grundzutaten sind gekochte Kartoffeln und gekochter Fisch. Auf meinem Hof war das Saltfiskur (Salzfisch). Also eine spezielle Art von Kabeljau oder Schellfisch, die es so leider nicht in Deutschland zu kaufen gibt. Bei meiner Gastfamilie wurde das Gericht tatsächlich aus Resten vom Mittag- oder Abendessen gemacht. Die meisten kaufen die Zutaten mittlerweile aber häufig extra für das Gericht. So auch ich!

Rezept für 4 Personen:

Zutaten:

500g gekochter Kabeljau oder Schellfisch
360ml Milch
2 EL Butter
1 mittelgroße Zwiebel gewürfelt
2 EL Mehl
500g gekochte, gewürfelte Kartoffeln
Pfeffer
Salz

Butter und Pumpernickel
(Wer es ganz authentisch möchte, könnte auch isländisches Rúgbrauð backen)

Zubereitung:
Vergewissere dich, dass alle Gräten und Hautreste entfernt wurden. Zerkleinere den Fisch nun in Flocken. Erhitze die Milch anschließend in einem Topf, bis sie fast kocht. Schmelze die Butter in einer Pfanne und füge die Zwiebelwürfel hinzu. Lasse sie nun bei mittlerer Hitze weich und glasig, aber nicht braun, werden.

Streue das Mehl über die Zwiebeln und lasse sie für 1, 2 Minuten unter ständigem Rühren braten. Rühre die warme Milch danach unter und bringe sie zum kochen. Anschließend die Milch 5 Minuten bei häufigem Umrühren köcheln lassen. Füge jetzt den Fisch hinzu und rühre ihn so unter, dass die Flocken kleiner werden. Das gleiche wiederholst du nun mit den Kartoffeln, bis du die gewünschte Konsistenz hast.

Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen – fertig.
Dazu kann man noch Pumpernickel mit Butter reichen.

Kleine Anmerkung:
Du könntest dich nun fragen: „Aber was ist denn die gewünschte Konsistenz?“. Ja, ich habe schon verschiedene Varianten gegessen. Ich bevorzuge es, wenn die Kartoffelwürfel noch relativ groß sind. Andere machen eine Art Brei, wo man kaum noch erkennt, was mal Fisch und was mal Kartoffel war. Da heißt es einfach ausprobieren! Hier gibt es kein Richtig oder Falsch.

Dann kenne ich noch die Variante mit und ohne geriebenem Käse. Hier auf dem Foto ist es die klassische ohne Käse. Um mir die Reste am nächsten Tag im Backofen aufzuwärmen, habe ich sie in eine Frischhaltedose aus Glas geschichtet. Eine Schicht Plokkfiskur, darüber geriebener Käse usw, bis die Dose voll war. Überbacken habe ich’s nicht, aber so habe ich es auch mal in Reykjavik gegessen. Das kann man ganz nach Geschmack machen.

Welche Variante des Plokkfiskurs magst du am Liebsten?

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