Aachen, Deutschland, Kultur, Niederlande, Planen, Städtetrip, Warum in die Ferne schweifen?
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Der beschwerliche Weg zum höchsten Punkt der Niederlande

Das Jahr 2014 zählt nicht wirklich zu den Jahren, in denen ich viel Gelegenheit zum Reisen hatte. Ausschließlich Kurztrips waren drin: Ein kurzer Stopover in Luxemburg im Januar, ein Tag in Holland an der Küste, 2 Tage in Hamburg Ende Oktober, ein paar Tage in München und jetzt zuletzt die knappe Woche in Göteborg. Leider musste ich die längste Reise absagen. Diese hätte mich an die französische Atlantikküste, mit Abstechern in die Pyrenäen und die Provence bis hin zur Côte d’Azur geführt. Ich weine immer noch 😉

Was tun also, wenn es sich einfach nicht ändern lässt und man nicht verreisen kann?
Natürlich die Lieblingsplätze in der Heimatstadt aufsuchen!

Da ich, Lokalpatriotin die ich nun mal bin, keine Gelegenheit auslasse von Aachen zu schwärmen und es so gut passt, nehme ich mit diesem Eintrag an der Blogparade ‚Insider Tipps: Lieblingsplätze in der Heimatstadt‚ teil.

Mein erster Tipp liegt in der Innenstadt und der zweite ist für all die, die schon immer mal die Strapazen auf sich nehmen wollten, um zum höchsten Punkt der Niederlande zu gelangen und liegt etwas außerhalb.

Die Innenstadt, genauer, die Altstadt Aachens ist wohl mein liebster Platz. Auf nur eine Sache kann ich es nicht beschränken. Ich liebe es durch die Sträßchen zu laufen, mit all ihren Cafés und Läden hinter den alten Fassaden. Es gibt so viele tolle Cafés und Restaurants, dass die Wahl ziemlich schwer fällt. Meine Favoriten habe ich ja schonmal vorgestellt, aber es gibt noch unzählige mehr, die besuchenswert sind oder die ich selbst noch ausprobieren muss.

Wo man mich auch recht häufig findet? Im Dom! Gerne auch am Tag des offenen Denkmals, da man dann auch zum schmucken Thron Kaiser Karls hoch darf. Und an Barbarossaleuchter und Kuppelmosaik kann ich mich sowieso nicht satt sehen.

Oder aber im Couven-Museum. Dort wird die Entwicklung der verschiedenen bürgerlichen Einrichtungsstile vom 18. bis frühen 19. Jahrhundert gezeigt. Zusätzlich gibt es immer wieder Wechselausstellungen. So etwas liebe ich ja! Würde ich in der Nähe von Versailles wohnen, ich hätte eine Jahreskarte.

Zu meinem zweiten Tipp: Was haben nun Favoriten aus der Heimatstadt mit dem höchsten Punkt der Niederlande zu tun? Vor allem, wenn man aus Aachen ist? Der Weg ist bekanntlich das Ziel!
Einer meiner liebsten Wanderstrecken ist die zum Dreiländereck, wo die belgische, holländische und deutsche Grenze aufeinander treffen. Ob bei Schnee oder im Sommer, die Strecke ist immer toll – abwechslungsreich und nicht allzu anstrengend. Am Ziel belohne ich mich immer mit einem Stück Kuchen (Mein Tipp: Reisfladen) oder einem deftigen Eintopf. Wonach mir der Sinn gerade steht.
Ausgangspunkt ist der Parkplatz gegenüber des Restaurants ‚Waldschenke‘ (Lütticher Str.) oder die gleichnamige Bushaltestelle (Linie 2 & 24). Wenn du rechts am Restaurant vorbei in den Wald hinein gehst, kommt ziemlich bald eine Orientierungstafel mit deren Hilfe du den Weg finden dürftest.
Oder du schaust mal hier rein. Dort ist die Route sehr ausführlich erklärt und bebildert.
Für eine Strecke braucht man ca. eine Stunde und man kommt am Landgraben, mittelalterlischen Gütern und alten Wegeverbindungen vorbei. Eine historische Strecke.
Am Dreiländereck gibt es 2 Aussichtstürme. Der holländische hat, für alle unerschrockenen, sogar einen ‚Skywalk‘. Und wer auf den Schock, dass der höchste Punkt der Niederlande nur 322,5m über dem Meeresspiegel liegt, erst einmal etwas essen muss, der findet verschiedene Restaurants und Imbisse. Wie wäre es, statt Kuchen oder Eintopf, mit einer typischen Fritte? In Holland und Belgien doch ein Muss!

Natürlich habe ich Glück, dass Aachen direkt an zwei Grenzen liegt und man dadurch schnell mal einen Tapetenwechsel hat, wenn man sonst nicht zum Reisen kommt.

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5 Kommentare

  1. Oh ja, Aachen ist immer einen Besuch wert, der Kaiserdom alle Mal. Aber den höchsten Punkt der Niederlande, den kannte ich noch nicht. Sollte ich dann für meinen nächsten Besuch mal auf die Liste schreiben. Und ich liiiebe Patat Spezial mit Frikandel… auch wenn es sicher keine gesunde Kost ist 😉 – muß aber ab und an mal sein, oder?
    Habe Deinen Blog heute im Rahmen des Kommentiertages entdeckt und schaue jetzt öfter vorbei!

  2. Aachen ist toll, obwohl wir uns den Thron imposanter vorgestellt hatten. Ich wohne höher als der höchste Punkt der Niederlande – auch eine Erkenntnis! 🙂

  3. Unbedingt ;D
    Ha – und da lernt man immer wieder etwas Neues. Bis heute war mir nicht bewusst, dass Patat auch ein Wort für Fritte ist. Aber ich gebe dir recht, man muss sich das einfach gönnen. Der Frittenbuden Kultur bin ich sowieso seit frühster Kindheit verfallen. Das lässt sich jetzt auch nicht mehr ändern – nicht das ich das will. Bitterballetjes und Satéspieße sind aber auch nicht zu verachten.
    Das freut mich sehr!!!

    Liebe Grüße
    Silja

  4. Das stimmt schon. Für damalige Verhältnisse war er natürlich sehr…also wertvoll auf jeden Fall. Wenn man dann aber hört, dass es mal italienische Fußplatten waren, dann klingt das alles andere als opulent. Aber Hauptsache Marmor.
    Da kannst du mal sehen ;D

    Liebe Grüße
    Silja

  5. Liebe Silja, vielen Dank für Deinen Beitrag zu unserer Blogparade. Als Lokalpatriot fällt es einem wirklich oft schwer, sich nur auf einen bestimmten Platz festzulegen. Daher besten Dank für die Insider Tipps aus Aachen. Viele Grüße aus Hamburg

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