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Mini-Guide: Die Kölner Südstadt

Mich würden Kölner sicher als „Imi“ bezeichnen, bin ich doch eine Zugezogene, die aus beruflichen Gründen nach Köln gekommen ist. Das Attribut „schön“ wäre sicher nicht das Erste, mit welchem man Köln in Verbindung bringen würde. Dafür ist hier im Krieg einfach zu viel kaputt gegangen. Vielleicht ein Grund warum ich nicht direkt mit der Stadt warm geworden bin. Die Schönheit Kölns liegt eher in den verschiedenen Vierteln (Veedeln), die all ihr eigenes Flair haben. Und die muss man erst mal kennenlernen.

Jetzt ist es nun mal so, dass man als klassischer Tourist nicht übermäßig viel Zeit hat, eine Stadt zu erkunden. Daher stelle ich in meinen Mini-Guides meine liebsten Entdeckungen in den einzelnen Vierteln Kölns vor. So hast du schon ein paar kleine Richtungsweiser und nebenher findest du sicher noch anderes Interessantes.

Heute nehme ich dich mit in die Kölner Südstadt!


Auf, ab in die Kölner Südstadt!

First things first: Der beste Ausgangspunkt für eine Erkundungstour durch die Südstadt ist wahrscheinlich der Chlodwigplatz. Hier kommst du zum Beispiel ab Hauptbahnhof mit der U-Bahn Line 16 hin.

Na dann kann’s ja losgehen!

Die Bonner Straße in der Südstadt

Beginnen möchte ich mit der Gastronomie auf der Bonner Straße. Hier findet man hawaiianische Poke Bowls. Regionale Zutaten und Thunfisch aus deutscher Zucht, sowie eine gewisse japanische Note – dafür steht Kuromakupoke. Direkt nebenan ist der Burgerladen „Die fette Kuh“, wo großen Wert auf die Regionalität der Zutaten gelegt wird. Wem der Sinn eher nach Pizza steht, muss nur einmal schräg über die Straße zu 485 Grad. Dort gibt es neapolitanische Pizza mit saisonalen und regionalen Zutaten.

Für das Dessert ist auch gesorgt: Es muss nicht immer Eis aus dem Hörnchen sein. Bei Stecco Natura gibt es Eis am Stil. Und das sogar mit Toppings à la Kaffee Glasur oder Pistazien Streusel. Zusätzlich ist das Eis frei von künstlichen Zusätzen, Gluten und teils auch laktosefrei. Wer mal etwas ganz anderes probieren oder in Kindheitserinnerungen schwelgen möchte, wird im Flakes Corner glücklich. Dort gibt es über 100 Cornflakes Sorten aus aller Welt. Bis zu zwei verschiedene kann man sich zusammenstellen. Welche Milchsorte darf es denn sein? Auch hier gibt es eine große Auswahl. Zum Abschluss nur noch Toppings aussuchen – fertig.

Auf der Bonner Straße kann man aber natürlich nicht nur gut essen, sondern auch shoppen. Zum Beispiel bei Messerbänkchen, wo es Geschirr aus Skandinavien und Spanien gibt, sowie allerlei Dekoartikel rund ums Esszimmer und Heim. Bei Frau Schmitt wird Wert auf Fair Trade, Hand Made und Upcycling gelegt. Du findest bei ihr Textilien, Drucke, Keramik, Schmuck, Papeterie und auch Accessoires für Kinder.

Der letzte Tipp auf der Bonner Straße ist wahrscheinlich eher etwas für die Einheimischen, aber verschweigen möchte ich ihn nicht, da ich dieses Ladenkonzept in der heutigen Zeit sehr wichtig finde. Migori ist einer der Unverpackt-Läden Kölns. Hier gibt es von unverpackten Gewürzen, Backzutaten, Essig und Öl, Obst und Gemüse, bis hin zu Drogerieartikeln so gut wie alles. Man kann entweder seine eigenen Behältnisse mitbringen und vor dem Befüllen wiegen, oder man kauft vor Ort welche.


Die Merowingerstraße in der Südstadt

Interieur Fans werden bei Goldkant auf der Merowingerstraße glücklich. Hier gibt es minimalistisches Design von Marken wie String, Norman Copenhagen, Muuto, Design House Stockholm oder Petite Friture. Wer Lust auf einen Kaffee mit einer kleinen Stärkung hat, sollte mal bei Frau Nora & Herr Max vorbeischauen. Aber Vorsicht: Hier handelt es sich nicht um ein klassisches Café, nein. Hier gibt es außerdem Wohnaccessoires von skandinavischen Marken zu kaufen.

Solltest du ein bisschen zu sehr bei Flakes Corner über die Strenge geschlagen haben, kannst du das bei Kaltpresse direkt wieder gut machen. In der Juicery gibt es kalt gepresste (wer hätte es gedacht) Säfte, Smoothies und Saftkuren. Selbstverständlich alles handgemacht, ohne Zusatzstoffe und glutenfrei. Kleinigkeiten zu essen gibt es dort aber auch.

Die Ulrepforte - eine der wenigen Überbleibsel der Kölner Stadtmauer.Die Ulrepforte – eine der wenigen Überbleibsel der Kölner Stadtmauer.

Kleiner Abstecher zum Rheinauhafen

Wenn man eh schon in der Ecke ist, kann man noch einen Spaziergang zum Rhein machen und den Rheinauhafen mit seinen alten Kränen und den neuen Kranhäusern bewundern.


Das waren meine Tipps für die Kölner Südstadt. Viel Spaß beim Erkunden! Wenn du weitere Tipps hast, poste sie gerne in die Kommentare.

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