Planen, Schweden, Skandinavien
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Schweden Rundreise: Meine Tipps für die Route durch Småland

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Manch eine Leidenschaft entsteht schleichend und ohne das eigene Zutun. So auch meine Leidenschaft für den Norden, bzw. Schweden im Speziellen. Das erste Mal war ich mit vier Jahren in Schweden im Sommerurlaub. Schön in einem gelben Holzhäuschen mit Kachelöfen, Holzdielen, der so typisch schwedischen Einrichtung und einem großen Garten. In dem Urlaub habe ich auch meine ersten schwedischen Clogs bekommen. Das Paar habe ich immer noch. Nach der ersten Reise, kamen noch viele weitere. So viele, dass ich gar nicht mehr sagen kann, wie oft ich schon in Schweden war.

Das allerdings, war in der Kindheit und Jugend. Seit ich erwachsen bin, waren immer nur Städtetrips nach Göteborg und Stockholm drin. Höchste Zeit also, noch einmal die Orte zu besuchen, an die ich mich immer wieder gerne zurückerinnere. Über das lange Christi Himmelfahrt Wochenende war es nun so weit: Den Anfang machte Småland! Mit dem Flugzeug ging es von Frankfurt nach Jönköping und von dort aus weiter mit dem Mietwagen.


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Pittoreskes Schweden und ein bisschen Abenteuer beim Ziplinen

Kaum habe ich das Flughafengelände verlassen, befinde ich mich in „Bilderbuch Schweden“. Natur, Seen und lauter schöne Holzhäuser in Rot und Gelb. So pittoresk hatte ich Schweden auch nicht mehr in Erinnerung. Noch dazu war ich in strömendem Regen losgeflogen und kam bei strahlendem Sonnenschein und 25°C in Schweden an. Und das Anfang Mai!

Perfektes Wetter also für meinen ersten Stop des Tages. Es ging zum Little Rock Lake. Dort kann man zum Beispiel Ziplinen, klettern, saunen oder im Hot Tub baden. Allein für den Ausblick auf den See von der Terrasse des Restaurants aus, lohnt sich der Besuch schon.

Am Ende des Beitrags findest du eine Übersicht mit genaueren Angaben darüber, wie lange ich in Schweden war und wie viel ich jeweils an ein einem Tag gemacht habe.

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Der Kosta Safaripark in Småland

Hierbei handelt es sich um eine noch sehr neue Attraktion in Småland. Ich war einen Tag nach Eröffnung dort. Der Safaripark ist ein Wildpark, durch den man mit dem eigenen Auto fahren kann. Selbstverständlich in Schrittgeschwindigkeit.

Mit runtergekurbelten Fenstern fuhr ich los. Nach nicht einmal fünf Minuten Fahrt, habe ich bereits die ersten Tiere auf einer Lichtung gesehen. Erst haben sie ein bisschen kritisch geschaut und sind etwas weiter Richtung der Bäume gelaufen, bis sich vereinzelt ein paar hingelegt haben und sich die Morgensonne auf den Pelz scheinen ließen.

Im Kosta Safaripark kann man neben Rotwild auch Damwild, Wisente, Wildscheine und Mufflons/ Wildschafe sehen. Ich hatte so auf ein Wisent oder Wildschwein gehofft, aber deren Anblick war mir leider nicht vergönnt.

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Selber Glasblasen im Kosta Glascenter im Glasreich

Die Besuche des Glasreiches in Småland haben mich wahrscheinlich nachhaltig geprägt. Als Kind fand ich es sehr faszinierend die Glashütten zu besuchen und dabei zuzuschauen, wie die Profis aus geschmolzenem Glas wahre Kunstwerke schaffen.

Klar, dass ich nach all den Jahren das Glasreich noch mal besuchen musste. Aber dieses Mal habe ich nicht nur zugeschaut, sondern konnte mich im Kosta Glascenter selber in der Glasbläserei üben. Unter fachmännischer Aufsicht und selbstverständlich mit vielen Hilfestellungen, kann man dort ein Einzelstück schaffen.

Erst wählt man, ob man ein Objekt in Form einer Kugel, eine Schale, ein Glas, eine Vase oder eine Karaffe machen möchte. Außerdem entscheidet man, ob man ein Muster haben möchte und ob das Glas farbig werden soll oder klar bleibt. Hat man diese Entscheidungen getroffen, geht es auch schon direkt ans Werk.

 

Man formt das Glas, haucht ihm Leben ein und formt die Öffnung mit verschiedenen Zangen. Am spannendsten war der Moment, als meine Hand nur durch ein mehrfach gefaltetes „Papier“ von dem heißen Glas getrennt war. Man fühlte richtig die Wärme und ich dachte: „Jetzt bloß keine falsche Bewegung mit den Fingern machen, sonst kommst du noch mit der Fingerspitze an das Glas.“ Hat aber alles geklappt!

Die Glasblaserei war ein sehr spaßiges und kurzweiliges Unterfangen und ich kann jetzt ein Einzelstück mein Eigen nennen. Die meisten Stücke brauchen etwa drei Stunden zum Abkühlen. Das sollte man bei einem Besuch auf jeden Fall beachten. Oder aber, ihr lasst es euch nach Hause schicken.

 

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Die Kosta Boda Glashütte in Småland

Die wohl älteste Glashütte Schwedens, ist definitiv einen Besuch wert. Wenn nicht gerade ein langes Wochenende ist, so wie bei meinem Besuch, kann man den Profis hier bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Des Weiteren ist schräg gegenüber der „Hytta“ die Kosta Boda Art Gallery in der man die 250 jährige Gesichte bestaunen kann. Selbstverständlich gibt es auch ein Outlet, wo es das Glas zu kaufen gibt. Wem das noch nicht reicht, kann sogar im Kosta Boda Art Hotel übernachten.

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Wandern im Store Mosse Nationalpark

Etwas, was es mir angetan hat, sind Moore. Ich liebe die Weite, Ruhe und die nahezu unberührte Natur, durch die man auf Holzstegen spaziert. Mein erster Halt im Store Mosse Nationalpark war das Naturum Besucherzentrum, in dem ich mich erst einmal ein wenig über die Entstehung des Hochmoors, sowie Flora und Fauna informiert habe.

Mir wurden 2 Wanderrouten ans Herz gelegt. Einmal die Kävsjön runt, die etwa 14 km lang ist und um den gleichnamigen See führt, wo man viele Vögel beobachten kann. Die zweite Empfehlung war die Lilla Lövö runt, die teilweise über Stege durch das Moor führt, aber auch über mit Kiefern bewachsene Sanddünen. Diese Route ist ungefähr 6 km lang. Für diese hab ich mich schließlich entschieden, da ich nicht zu spät an meinem nächsten Hotel ankommen wollte.

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Die Holzstadt Eksjö

Meine nächste Station war das Städtchen Eksjö, welches bekannt für ihre gut erhaltene Altstadt aus Holz ist. Hier habe ich an einer Stadtführung (auf Deutsch) teilgenommen, wo ich viel über die Stadtgeschichte lernen konnte, über Höfe und ihre Glücksbäume, ich habe erfahren, was „Lästerspiegel“ sind und warum in der Mitte des „Heumarkts“ wesentlich größere Steine liegen, als auf dem restlichen Platz. Genau das Richtige für mich. Ich liebe Geschichte und sauge sie quasi auf, wie ein Schwamm.

Einen Tipp möchte ich außerdem geben, auch wenn ich es selber noch nicht gemacht habe: Solltet ihr im Zeitraum zwischen dem 20. Juni und 20. August in Eksjö sein, schaut doch mal beim Aschanska Gården vorbei. Das ist ein Hof (in der Altstadt), der seit 1830 für 3 Generationen im Besitz der gleichen Familie war und wo man noch die original Einrichtung von früher vorfindet. Ich persönlich liebe es zu schauen, wie die Menschen früher tatsächlich gelebt haben. Leider war ich im falschen Zeitraum da, sonst hätte ich mir das gerne angeschaut.

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Elche hautnah erleben – im Skullaryd Älg Park

Ist es nicht der Traum eines jeden Schweden Reisenden, Elche in freier Wildbahn zu sehen? Mir war es in all den Jahren tatsächlich schon einmal vergönnt und dann waren es gleich 3 Elche auf einer Lichtung. Meistens hat man aber kein Glück. Und genau dafür gibt es den Skullaryd Älg Park in der Nähe von Eksjö. 

Was machen Schweden an einem Samstag Nachmittag? Elche schauen gehen – klar! Ich war überrascht, wie voll es später wurde. Neben ein paar Deutschen, Niederländern und auch Amerikanern, war der Großteil der Besucher Schweden. Von Familien mit kleinen Kindern, jungen Pärchen bis zu einer Biker Gruppe, war alles vertreten.

Ein kleiner Tipp noch von mir: Setzt euch am besten auf dem Wagen auf die linke Seite. Von dort habt ihr eine bessere Sicht auf die Tiere. Ich saß natürlich rechts.

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Gränna, die Geburtsstadt der Polkagrisar

Gränna liegt im Hang oberhalb des Vättern Sees. Bekannt ist die Stadt für ihre rot-weißen Zuckerstangen, den Polkagrisar. Mittlerweile gibt es sie aber nicht mehr nur klassisch in Pfefferminz, sondern in allen erdenklichen Farben und Geschmacksrichtungen. Da muss man sich erst mal entscheiden!

In Gränna gibt es lauter verschiedene Zuckerstangen-Bäcker. Bei der Polkagris Kokeri kann man beispielsweise dabei zuschauen wie Polkagrisar hergestellt werden. Oder sogar selbst seine eigenen Zuckerstangen backen.

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Traumhafter Ausblick über den Vättern und Gränna vom Grännaberget aus

Bei meiner Ankunf in Gränna am Abend zuvor, waberten Nebelschwaden durch die Straßen und über den See. Einen Tag später sah das schon ganz anders aus. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen über 20°C bereits um 10 Uhr morgens. Perfektes Wetter also, um durch den Ort zu spazieren und weiter hinauf zum Aussichtspunkt Grännaberget, von wo aus man einen Traumhaften Blick über den Vättern, Gränna und das Umland hat.

Der Weg hinauf zum Aussichtspunkt führt an der Kirche und an einem kleinen Wasserfall vorbei. Einige Stufen muss man schon hinter sich bringen, um nach oben zu gelangen. Jedoch gibt es einige Bänke, auf denen man entweder zwischendurch verschnaufen kann, oder eben den Ausblick genießt.

Das war leider mein letzter Halt auf meinem Trip, bevor es wieder Richtung Jönköping und somit nach Hause ging. Bei dem Wetter fiel es mir gar nicht leicht die Heimreise wieder anzutreten, das könnt ihr mir glauben.

 

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Planung einer Rundreise durch Småland

Tag 1: Flug von Frankfurt nach Jönköping, Besuch des Little Rock Lakes, Weiterfahrt und Übernachtung in Kosta
Tag 2: Besuch des Kosta Safariparks, Glasblasen im Kosta Glascenter, Kosta Boda, kleine Wanderung im Store Mosse Nationalpark, Weiterfahrt nach Eksjö und Übernachtung
Tag 3: Stadtführung durch Eksjö, Besuch des Skullaryd Älg Parks, Weiterfahrt nach Gränna und Übernachtung
Tag 4: Besuch der Polkagris Kokeri, Spaziergang durch Gränna und zum Aussichtspunkt Grännaberget, Fahrt nach Jönköping und Abreise

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Der Vättern See bei Nebel. Den Anblick wollte ich euch nicht vorenthalten.

Hinweis: Ich wurde von Visit Småland auf die Reise eingeladen. Mein persönlicher Eindruck wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

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1 Kommentare

  1. Das sind schöne Tipps und Ideen, die du da hast! Aber ob vier Tage wirklich reichen? Da würde ich doch lieber etwas länger bleiben … 🙂

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