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Ein Tag in Würzburg +Insider Tipps

Manchmal, wenn ich Heimweh geplagt bin, erinnere ich mich zurück an die tollen Orte und Cafés, die man immer für gegeben betrachtet hat. Das macht es nicht unbedingt besser, das gebe ich zu, aber in Erinnerungen schwelgen, ist doch irgendwie schön. Und wenn ich mir hier widerspreche: Es ist halt nicht so leicht, mit dem Heim- und Fernweh.

So ist auch dieser Eintrag entstanden. Ich habe meine Würzburg-Lieblinge zusammengetragen. Orte und Cafés wo ich ständig war, die mir aber auch noch beim 10 Mal gefallen haben. Der Spaziergang hoch zur Festung Marienberg, das Bestellen „einer mit“, manchmal aber auch direkt 2 und vieles mehr.

 

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1. Halt: Gemütlich frühstücken.

Mein Vorschlag für einen gelungenen Start in den Tag ist das Café Wunschlos glücklich. Der Name hält, was er verspricht. Mitten in der Altstadt, aber doch etwas versteckt, ist es wohl eine Adresse, die man eher nicht durch Zufall entdeckt, da sich das Café auf einem Hinterhof einer Seitenstraße befindet, wo man wahrscheinlich nicht durch Zufall entlang kommt. Nicht desto trotz würde ich auf jeden Fall einen Tisch reservieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass man so einen Platz bekommt, ist sehr gering. Neben der normalen Karte, wird auch eine saisonal wechselnde Karte mit Speisen und Getränken angeboten. Auch für Veganer und Vegetarier gibt es hier eine schöne Auswahl. Alles was ich dort bisher probiert habe, war ausnahmslos wahnsinnig lecker und das Ambiente mit zusammengewürfelten Vintage-Möbeln ist sehr gemütlich.

(Am Ende des Beitrages findest du eine Karte, mit allen genannten Highlights.)

 

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2. Halt: Residenz

Die Würzburger Residenz wirkt wie Versailles in klein. Das UNESCO Weltkulturerbe ist immer einen Besuch wert und für 7,50€ kann man es sich auch von innen ansehen. Wer möchte, kann außerdem an einer der kostenlosen Führungen teilnehmen, die zu jeder vollen und halben Stunde stattfinden. Mein Favorit war das grüne Eckzimmer (diese Wandfarbe!). Auch ein Besuch des Parks lohnt sich (besonders schön zur Kirschblütenzeit), wo man auf den Terrassen auch einen tollen Blick auf die Festung Marienberg hat. Aber mein absolutes Highlight ist die Hofkirche. Um zu der zu gelangen, muss man in den rechten Innenhof auf der Vorderseite der Residenz gehen. Der Eintritt ist kostenlos und obwohl ich schon öfters dort war, hat mir diese Pracht jedes Mal den Atem verschlagen. Dazu muss ich erwähnen, dass ich schon mehrmals in Versailles war. Prunkvoll kenne ich also. Unbedingt mal anschauen!

 

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3. Halt: Markt und kleiner Mittagssnack

Neben der Marienkapelle und dem wirklich sehenswerten Falkenhaus mit seiner Rokoko-Fassade, befindet sich noch ein kleines, unscheinbares Büdchen auf dem Markt, wo sich ein Besuch auf alle Fälle lohnt (Knüpfling – Bratwürstchenstand). Aufmerksam geworden bin ich durch die lange Schlange an Kunden. Als ich mir genauer anschaute, was es dort denn gibt, habe ich mit mir debattiert, ob ich nun soll, oder nicht. Schließlich probiere ich mich äußerst gerne durch die traditionellen Gerichte und Spezialitäten einer Region. Doch weil es um Bratwurst ging, von der ich noch nie so begeistert war, war ich mir unsicher. Schlussendlich habe ich mir gedacht, dass die Wurst schon gut sein muss, wenn sich eine meterlange Schlange bildet und habe mich angestellt.

Als ich nun bald an der Reihe war, beobachtete ich das Geschehen. Die Kunden vor mir sagten nichts weiter als: „Eine mit!“ oder wahlweise „Eine ohne!“ und eine Verkäuferin nahm die Bestellung auf und kassierte, die andere nahm Brötchen, knickte die Wurst fachmännisch einmal in der Mitte, legte sie ins Brötchen und gab, je nach Wunsch, noch Senf drüber. Als ich dann trotz langer Schlang recht flott dran war, dachte ich mir, das kann ich auch und habe sehr souverän „Eine mit!“ bestellt. Und wirklich, ich bekam eine Bratwurst mit Senf im Brötchen. Der Geschmackstest ist dann zu meiner großen Freude auch noch äußerst positiv ausgefallen. Da hatte sich das Anstehen wirklich gelohnt. Am liebsten hätte ich mir gleich noch eine 2. geholt.

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.30- 18 Uhr & Sa 10- 17 Uhr

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4. Halt: Spaziergang zur Festung Marienberg und Besichtigung

Natürlich kann man auch mit dem Bus hoch zur Festung fahren und wird quasi direkt vor der Haustüre abgesetzt, aber wer ein bisschen Bewegung nicht scheut, dem kann ich einen schönen Spaziergang hoch zur Festung Marienberg nur empfehlen. Mein Lieblingsweg führt einen durch Weinhänge hindurch. Wenn ich mich recht entsinne, sind mehrere Wege hoch zur Festung ausgeschildert, inklusive Zeitangabe. Wer durch die Weinhänge möchte, sollte sich nach Überquerung der alten Mainbrücke links halten und die gelbe Kirche (St. Burkhard) ansteuern. Dort dann über den Hof nach rechts und schon kann es losgehen (siehe Foto oben). Während des Aufstiegs hat man auch einen wunderbaren Ausblick über die Stadt.

Sowohl die Führung, als auch die Besichtigung der Festung, kann ich nur empfehlen (Bei der Führung erhält man Einblicke, die einem bei der einfachen Besichtigung verwehrt blieben.). Nicht auf den Fotos zu sehen sind allerdings 2 meiner Highlights. Zum Einen der „Rapunzelturm“ im Hof und zum Anderen die Befestungsmauern. Selbst Reisebusse wirken vor ihnen klein und schmächtig.

Im Restaurant kann man sich nochmal eine Stärkung holen. Entweder bei deftiger Hausmannskost oder bei einem Stück Kuchen. Wer einen Fensterplatz ergattert, hat während des Essens auch noch einen tollen Ausblick.

Auf dem Rückweg würde ich den Weg durch den Park zurück zur Stadt nehmen (ausgeschildert).

 

5. Halt: Restaurants für einen schönen Ausklang am Abend

Alte Mainmühle

Die Alte Mainmühle liegt direkt am Fluss an der alten Mainbrücke. Bei schönem Wetter tummeln sich die Leute gerne mit einem Glas Wein auf der Brücke und genießen das Flair. Das Gasthaus hat praktischerweise nämlich einen Ausschank direkt zu dieser hin, sodass man nicht unbedingt hinein gehen muss. Das jedoch, würde ich jedem empfehlen. Die Einrichtung ist rustikal gemütlich und das Essen erstklassig. Es gibt typisch fränkische Gerichte, aber auch Ausflüge in die Haute cuisine. Im Sommer kann man übrigens auch draußen auf einem der 2 Balkons sitzen. Mit direktem Blick auf die Festung Marienberg und den Main, der unter einem hindurch fließt.

Öffnungszeiten: Mo- So 10:30- 00:00 Uhr
Eine Reservierung würde ich empfehlen. Dies kann man übrigens auch ganz leicht über die Homepage.

Wirtshaus Lämmle

Das Lämmle ist eine tolle Adresse, wenn man es gerne zünftig mag. Direkt im Zentrum gelegen ist es ein klassisches Wirtshaus mit traditioneller Küche. Nachmittags wird auch eine Brotzeit angeboten. Balkons gibt es beim Lämmle zwar nicht, dafür aber einen schönen Biergarten.

Öffnungszeiten: Mo-Sa 10- 00:00 Uhr & So 11- 16 Uhr
Auch hier empfiehlt es sich zu reservieren.

 

Ich hoffe, für dich waren ein paar Tipps für deinen nächsten Ausflug dabei.
In untenstehender Karte habe ich sie alle nochmal aufgeführt, plus ein Paar Extras, die ich auch noch empfehlen kann:

Wie immer: Wer weitere Tipps hat, gerne unten einen Kommentar hinterlassen. Ich würde mich freuen.

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