Kultur, Rezension
Schreibe einen Kommentar

Im Bann des Nordens. Abenteuer am Polarkreis von Bernd Römmelt

Im Bann des Nordens. Abenteuer am Polarkreis von Bernd Römmelt, Knesebeck Verlag

Enthält Werbelinks*

Heute möchte ich dir den Bildband Im Bann des Nordens. Abenteuer am Polarkreis“ von Bernd Römmelt vorstellen. Für das Projekt war er in Alaska, in Ostgrönland, den Westfjorden Islands, an der Nordwestküste Norwegens, in Schwedisch-Lappland und an der Finnisch-Russischen Grenze unterwegs. Das Buch zeigt, wie landschaftlich unterschiedlich die Arktis ist, zeigt, wie die Menschen unter rausten Bedingungen ihr Leben meistern und welche Artenvielfalt diese Region doch beheimatet. Ich kann nur sagen: „Diese Fotos!“
„Der Norden ist mein Leben. Ich kann und will mich seinem Bann ganz einfach nicht entziehen.“ – Bernd Römmelt

Geht es dir genauso?

Grönland - Unterwegs im Scoresbysund, dem längsten Fjordsystem der Welt. © Bernd Römmelt/ Knesebeck Verlag

Grönland © Bernd Römmelt/ Knesebeck Verlag

6 Jahre – 22 Reisen – 450 Tage am Polarkreis

Das ist die Zeit, die Bernd Römmelt in sein Projekt „Im Bann des Nordens“ gesteckt hat. Viele Orte hat er mehrmals und zu verschiedenen Jahreszeiten besucht. Das Ergebnis ist ein etwa 3 kg schwerer Bildband, der es in sich hat.

Am Anfang eines jeden Kapitels erklärt er, worauf er sich in dem jeweiligen Gebiet konzentriert hat. Mal sind es die Tiere und Vögel. Ein anderes Mal das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Naturgewalten. Oder auch einfach nur auf die Landschaft in typisch nordisches Licht getaucht.

Wobei „einfach“ hier schon wieder relativ ist. Wer schon im Norden war, kennt das teils unberechenbare Wetter. Schneestürme, Nebel, Regen, eisige Minusgrade oder aber auch Tiere, die sich nicht blicken lassen, haben dem Autor einiges an Geduld abverlangt. Schaut man sich die Fotos an, sieht man: Die Geduld hat sich ausgezahlt!

Im-Bann-des-Nordens, Eisbären in Alaska

Eisbären in Alaska © Bernd Römmelt/ Knesebeck Verlag

Man lernt eine ganze Menge über die Tiere, die den Polarkreis ihr Zuhause nennen (Moschusochsen, Eisbären, Karibus, Polarfüchse uvm.). Das aber so auf den Punkt und interessant geschrieben, dass man denkt: „Wow, was für tolle Tiere!“, und sich nicht von Fakten erschlagen fühlt.

Generell schildert Römmelt seine Erlebnisse auf so spannende Art und Weise, dass man seine Begeisterung gerade zu spürt und sich in die Weiten des Nordens versetzt fühlt. Ein Beispiel dafür wäre zum Beispiel der Yukon Quest, den er mit seiner Kamera von Start bis Ziel verfolgt hat. Das zweiwöchige Schlittenhundrennen in Alaska, das einen nur sprachlos vor diesem Buch sitzen lässt.

„Ich will wieder Weite spüren, die klare Luft atmen, das intensive Licht des Nordens erleben…“ – Bernd Römmelt

Eines haben alle Gebiete jedoch gemein: Die Gefahren, die sich aus den Folgen des Klimawandels und der Jagd nach Öl- und Gasvorkommen ergeben. Bernd Römmelt dokumentiert die einzigartige Landschaft des Nordens, um zu demonstrieren, welch besonderer Lebensraum zerstört wird, wenn der Klimawandel weiterhin so schnell fortschreitet.


Fazit:
Ich bin geradezu begeistert von „Im Bann des Nordens! Die Erzählungen von Bernd Römmelt sind so lebendig geschrieben. Selten habe ich während des Lesens eines Buches so oft Gänsehaut bekommen. Und ich glaube nicht, dass es mit der Erwähnung der Temperaturen zusammenhing. Mit seiner Begeisterung für die Natur und ihre Bewohner, steckt er einen geradezu an. Auf 320 Seiten finden sich 240 farbige Abbildungen seiner traumhaften Fotos. Hier handelt es sich um einen Bildband, der die Einzigartigkeit der Polarregion perfekt einfängt. Jedoch werden hier auch immer wieder ernste Töne angeschlagen. So schön diese Region der Erde auch ist, man muss sich die Frage stellen: „Wie lange noch?“, denn der Klimawandel und die unaufhörliche Suche nach Bodenschätzen zerstört Flora und Fauna immer mehr. Daher finde ich es wichtig und auch gut, wie der Autor immer wieder darauf hinweist, dass es so nicht weiter gehen darf. Schaut man sich die Fotos an und liest Bernd Römmelts Erzählungen, so kann man nur zustimmend nicken. Der Polarkreis ist eine von vielen Regionen der Erde, für deren Erhalt man kämpfen sollte. Und sei es nur im Kleinen, indem man seinen CO2 Verbrauch reduziert. Aus genau diesem Grund ist auch der Bildband entstanden: Um zu zeigen, wie schön unsere Erde ist und dass es sie zu schützen gilt.

Making of Im Bann des Nordens, Bernd Römmelt © Bernd Römmelt/ Knesebeck Verlag

© Bernd Römmelt/ Knesebeck Verlag

Bernd Römmelt ist waschechter Münchner und arbeitet seit 2001 als freiberuflicher Fotograf und Reisejournalist. Besonders gern ist er für seine Arbeit im hohen Norden oder in den Alpen unterwegs. Während seiner Reisen sind viele Bilder entstanden, die bereits bei dem wichtigsten und prestigeträchtigsten Naturfotowettbewerb der Welt, dem Wildlife Photographer of the Year Award ausgezeichnet worden. Bei Knesebeck erschienen bereits seine Bände Polarlichter (2016) sowie Sagenhafte Alpen (2014).

Gebunden mit Schutzumschlag, 320 Seiten,
mit 240 farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-86873-988-6
Knesebeck Verlag

Offenlegung: Mir wurde „Im Bann des Nordens“ vom Knesebeck Verlag unentgeltlich zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

* Beim Kauf eines Buches über den Link bekomme ich eine kleine Provision von Amazon. Dir entstehen dadurch keinerlei Zusatzkosten oder Nachteile.

 

Verwandte Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.